Furtwangen
VON FRIEDRICH LUTZ
Eliteschule des Sports stößt auf
gute Resonanz - auch wieder junge Spitzensportlerinnen
Im kommenden Schuljahr werden am Furtwanger Skiinternat wieder
Mädchen aufgenommen. Neben zwei Biathletinnen sollen noch
zwei hoch talentierte Skilangläuferinnen dort ausgebildet
werden. Erstmals wird ein Skiflieger aus Holland einziehen.
Furtwangen - Eine Kooperation mit dem niederländischen Skiverband
macht es möglich: Erstmals wird in das als Skiinternat fungierende
Don-Bosco-Heim beim Engelsgrund ein junger Skispringer aus Holland
einziehen. Domingo Boland will neben dem Training das Berufskolleg
1 der Robert-Gerwig-Schule besuchen. Wie Skiinternats-Leiter Dieter
Moll berichtet, hat sich der junge Mann aus Rotterdam schon einige
Wochen lang im Furtwanger Skiinternat (SKIF) aufgehalten.
Die Schnupperwochen müssen ihm gut gefallen
haben, ist der ausgezeichnet Deutsch sprechende Athlet doch fest
gewillt, sich am SKIF sportlich ausbilden zu lassen. Bei künftigen
Wettkämpfen an den Start gehen wird Domingo Boland weiter
unter seinem Heimatverein, dies ist in der Vereinbarung mit dem
niederländischen Skiverband so ausgemacht. Auch wenn das
Skispringen in den Niederlanden nichts anderes sein kann, als
ein etwas exotischer Ausnahmesport: Talente werden auch in Holland
gefördert und Fans hat der weiße Sport in den Niederlanden
sehr wohl. Skivergnügte reisen dann eben einfach ins Ausland.
Noch ein anderer ausländischer Sportler
denkt derzeit daran, sich im SKIF für den Spitzensport fit
zu machen. Dimitri Lüthi, Jahrgang 1989, stammt aus der französischen
Schweiz. Wie es Dieter Moll berichtet, denkt er daran, am Otto-Hahn-Gymnasium
sein Abitur zu machen, will sich aber vorher in "Schnupperwochen"
dort umschauen.
Wie Pater Direktor Siegmann im Gespräch
mit dem SÜDKURIER berichtet, werden mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit im kommenden Schuljahr wieder weibliche Spitzenathleten
das Furtwanger Skiinternat besuchen. Zwei Biathletinnen sind jetzt
schon da, drei Langläuferinnen liebäugeln fest mit dem
Besuch des SKIF ab September.
Sehen sie an den Uhrenstädter Eliteschulen
des Sports doch sportliche und schulische Ausbildung bestens in
Einklang.
Bron: Südkurier 17-06-2006
|